Salon

Im Garten eines innerstädtischen Eissalons saß Franz. Es schlug Mittag. Um ihn herum standen Thujen in Töpfen. Er lehnte sich zurück, wie das beim Eisessen üblich ist, doch die Hecken hielten ihn nicht. Und Franz hatte auch noch nicht zu essen begonnen. Er fiel hindurch, fiel im Lärm des Verkehrs auf den Gehsteig. Zwischen den Flecken ausgetrockneter Kaugummis lag sein Schädel. Mit seinem Schädel verbunden war sein Hals und dieser war mit dem Rumpf und dieser mit den Beinen in Verbindung. Daneben wurden Kinderwägen hin und zurück geschoben, Schlaflieder gesungen. Franz mochte diese Lieder. Er lag da und die Fußgänger sahen auf ihn herab. Schaut doch nicht, immer gleich hinschauen, sagte Franz. Kaum liegt einer am Gehsteig. Ein letztes Mal möchte ich Luft holen am Strand eines Meeres, dachte er, Sand und Wasser spüren. Die Zeit schritt fort. Viele Leute sah er vorbeigehen. Im Himmel verschoben sich langsam die Wolken. Franz horchte zu und sonnte sich.