Loop

Was sagten hinter mir die Vögel? Ich wusste es nicht. Ich war seit Stunden unterwegs in diesen Gassen, gepflastert und mit Schildern versehen. Die vielen Einbahnen, ich war nur mehr noch im Kreis unterwegs. Fühlte sich an wie Loop. Aber nicht vergessen, was einem das antut.
Ich hätte von Anfang an nicht so darauf los gehen sollen. Am Anfang, als ich die Türklinke niedergedrückt hatte, die war gegen mich gerichtet. Damals war es noch warm, war geheizt gewesen und wenn ich Butter aufgetragen hätte, sie hätte sich wie von selbst verteilt. Stell sich einer vor, ich trüge Butter auf, hier in den frostigen Anden, in den Alpen, am Alsergrund. Auf das Wetter ist immer Verlass, sagt man dort, wo ich herkomme, aufgewachsen bin und noch immer aufwachse. Es verlässt einen nicht. Ist nichts, ist immer noch Wetter.
Ein wenig später und ich war bei der Türe angekommen. Gleich den Kopf hingehalten zum Lauschen. Ich verbrannte mir die Schläfen, denn es war heiß, was ich hörte. Und ich sah mich, mich zurück bewegend, die Stufen rückwärts hinunter gehend, durch den Hof, unter den Fenstern, sah die hinausgelehnten alten Frauen, fast hinausgestülpt, als übe von innen jemand Druck aus. Aber da war es schon wieder später, später noch als vorher.
Ich setzte mich auf eine leere Bank mit Lehne. Drei Kinder konnte ich von da aus sehen. Sie kletterten übereinander und schraubten aus einem Lampenschirm in der Mezzaninwohnung die Glühbirne heraus. Sie rannten davon, rannten davon wie Pferde ohne Reiter. Ich blickte hinab, wo Tauben fraßen. Ich blickte hinauf und wollte auffahren. Ich blickte hinauf wie ein Pferd mit Reiter.