Vor dem Getränkeautomaten im Hauptgebäude der geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität ELTE Budapest stand ich in der Reihe. Dann war ich an der Reihe und zahlte mit einem Geldschein mein Getränk. Hatte ich doch Durst und wollte etwas trinken. Aus dem Rückgabeloch kamen lauter kleine Münzen. Immer wieder dachte ich, es sei vorbei und immer wieder fiel noch eine Münze herunter. Ich ging in die Knie, um den Vorgang genauer beobachten zu können und dachte, dass es das nun gewesen sein musste. Doch immer noch war es das nicht gewesen und noch eine Münze folgte auf die andere. Da lachte hinter mir eine Frau, ich drehte mich um und lachte mit. Als wir zu lachen aufhörten, drehte ich mich wieder um, sammelte alles Geld ein und steckte es in meine Hosentasche. War meine Geldbörse doch zu klein für all die Münzen. Dann ging ich ein paar Schritte zur Seite und trank. Dabei fühlte ich, wie an meinem Bein entlang die kalten Münzen zu Boden rieselten. Hatte meine Hosentasche doch ein Loch, welches nie genäht worden war. Das Wechselgeld sammelte sich am Sockenanfang, wo ein lockerer Gummibund meine Wade umschloss. Ich sah die Frau nun am Stiegenaufgang stehen. Da sie sich nicht rührte, ging ich mit steifem Bein und kleinen Schritten auf sie zu. Weitere Münzen fanden den Weg durch das Hosentaschenloch und nun fiel ein großer Teil des Geldes auf den Boden. Die Frau trank aus ihrer Flasche und grinste, hatte sie doch mit angesehen was geschehen war. Ich kniete mich vor sie hin, sammelte alles auf und streckte mich wieder hoch. Die Frau war verschwunden und verlassen stand ich am Aufgang der Stiege mit dem Anfang einer Liebesgeschichte.