Liebe Quilli,
dieses Mal erwischt du mich am falschen Fuß. Weiß gar nicht, wo ich beginnen soll. Sollte essen gehen, schon 19 Uhr vorbei. Lebe das leben einer Taube. Gehe nickend durch die Gassen von einer Verscheuchung zur nächsten. Doch beim Aufschrecken, bei jedem kurzen Aufsteigen, vergesse ich, wovon ich flüchte. Und komme ich so nicht auch schneller voran? Sei es darum. In den Lokalen esse ich bis zur Sattheit, dann trinke ich bis zur Müdigkeit. Schwer ist diese Stadt. Sie kann sich kaum bewegen, und doch wimmelt es in ihr. Düster ist sie von innen und vom Hügel, auf den ich täglich steige, hell und versprechend. Laufe ich unverdaut in ihr herum, so liegt sie auch mir im Magen wie ein fettes Kotelette. Wie komme ich nur daraus hervor? Sei es auch darum. In den Auslagen überprüfe ich mich, doch ich lächle mich nur an. Im Park strecke ich mich und ziehe die Schuhe von den Füßen. Liege am Rücken und lass mich von der Erde tragen. Rund um die Sonne geht meine Reise. Doch bald bin ich zurück.
Herzlich T.