Liebe Zita,

habe aus Hunger ein Lokal aufgesucht. Die Wartezeit vertreibe ich mir mit der Niederschrift von Worten. Während neben mir die Schafsköpfe rotieren, wackeln die vom Raki begeisterten Kellner von Tisch zu Tisch. Auf der Straße geht es mit den Autos hin und her, wie ich es von zu Hause kenne. Die gegrillten Köpfe haben fast jeden Ausdruck verloren, ein gewisses Lächeln geben sie in ständiger Drehung aber noch von sich. Das Lesen in Gesichtern, die schon aus dem Leben sind, finde ich unheimlich und ich verstehe sie nicht. Und vor dem Lokal steht ein Baum, gleich dem Baum vor dem Haus, in dem ich früher gewohnt habe. Was einem nicht alles zufällt, wenn man still hält.

In ungeahnter Freundschaft, T.