Lieber Paulus,

nach langen Wanderungen bei einem alten Ehepaar untergekommen. Ich durfte ein kleines Zimmer beziehen und ein Fenster stand mir offen. Die Alten flüstern unten im Garten, obwohl ich sie nicht verstehe. Die Zikaden sind schon etwas leiser geworden. Sei es darum. Mein Magen dreht sich. Aus Mangel an Ristorantes in dieser Gegend verschlang ich zwei streunende Katzen, von Mutter Natur mit ein paar unreifen Oliven gereicht. Als ich am Strand angekommen war, spie ich in die wütende Gischt, welche sich braun färbte. Die weitere Wanderung gestaltete sich auch schwierig. Komplizierte Brüche in der Landschaft musste ich durchqueren. Eine Zypresse erglomm ich, um mir Übersicht zu verschaffen. Zuerst sah ich nur Himmel und Meer, ewiges Blau vor mir. Dann drehte ich mich, sah Bergland mit Serpentinen geschmückt. Und dann sah ich ein Haus, von dessen Terrasse zwei alte Menschen winkten. Bin froh, dass sie mich aufgenommen haben. Da sitzen sie unter mir beim Feuer mit feurigen Blicken. Wie alt sie sind. Ich wiederum ziehe morgen weiter.

Herzlich T.